Beim Begriff «Finder» kann man schon fast ins Philosophische abschweifen. Der «Finder», oder auf Deutsch «Sucher» ist den meisten bekannt als Teil einer jeden einigermassen ausgewachsenen optischen Kamera. Bei Handykameras wird er ersetzt durch das Display. Was – ebenso bekannt – bei ungünstiger Sonneneinstrahlung zu Problemen und ungewöhnlichen Verrenkungen bei der Aufnahme führen kann. An dieser Stelle interessiert mich aber mehr, warum eigentlich der «Sucher» bei den Angelsachen kein «Suchender», sondern ein «Findender» ist – so etwas wie ein visueller Pfadfinder. Während wir also im deutschsprachigen Raum noch auf der Suche nach dem perfekten Motiv sind, haben dieses die Angelsachsen, nur schon der Sprache wegen, längst gefunden. Äusserst nützlich ist aber auch der Winkelsucher, eine Unterart des gemeinen Suchers, spezialisiert darauf, uns die Welt aus einem andern Winkel betrachten zu lassen. Googelt man «Anglefinder», stösst man zuerst auf ein anderes nützliches Instrument, nämlich eines, das uns den richtigen Winkel bestimmen lässt. Und nicht etwa den geeigneten Bildausschnitt. So oder so ist der Winkelsucher ein nützliches kleines Helferlein, das mich bei der Suche nach ganz neuen Perspektiven unterstützt und dabei nicht auf dem Boden herumrobben lässt. Für mich eher ein Gadget (Dingsbums), deshalb tut es auch ein nicht originäres Teil aus China der Marke Seagull. Die Website dieser Firma ist im Übrigen ein Besuch wert, vorausgesetzt, man versteht die Schriftzeichen zu lesen: www.seagull-digital.com Was diese fleissigen Chinesen über die Jahre nicht alles kopiert haben…